Material Symphony

Der Vortrag

MATERIAL SYMPHONY
Die Architektur der Freiheit

Anhand des aktuellen Werkes MATERIAL SYMPHONY stellt der Saxophonist und Komponist Norbert Stein seine Konzeption von „Komposition für improvisierendes Orchester“ in 5 thematischen Schwerpunkten vor.

Der Komponist entwirft als Teil seiner Patamusik eine „Architektur der Freiheit“, die mit klaren Ausarbeitungen von Klanggestalten, musikalischen Strukturen und inszenierten Räumen zeitgenössische Komposition mit Improvisation verbindet.
Seinen künstlerischen Ausdruck fand dieses Konzept bislang in vielen vielgesichtigen Projekten, u.a. „Graffiti Suite“ (NDR Bigband); James-Choice-Orchestra; Pata Poetry Orchestra; „Pata Java“ etc …

Themen des Vortrags:  Bewegungen im Orchesterraum – Musik aus Sprache – Materialfelder – Kollektive Traditionen – Cosmic Stories.

Der Workshop

MATERIAL SYMPHONY

Die Architektur der Freiheit
Workshop über Komposition für Improvisierendes Orchester

Der Inhalt ist genreübergreifend, offen für alle Instrumente und Stimmen und basiert auf grafischen und dramaturgischen Modulen.
Die Arbeit an der Umsetzung der Komposition „Material Symphony“ kann angereichert werden mit Übungen zu kollektivem Timing und kollektivem Rhythmusfluss sowie mit Übungen zur „Dramaturgie freier Improvisation“.

Themen des Workshops:  Bewegungen im Orchesterraum – Musik aus Sprache – Materialfelder – Kollektive Traditionen – Cosmic Stories.

Workshop-Optionen:
Die Workshop Reihe
Praktische Erarbeitung der Themen des Workshops an 5-6 verschiedenen Tagen. Jeder der Tage befasst sich mit der praktischen Erforschung und Erarbeitung eines unterschiedlichen Kapitels der fünf Themen des Workshops. Der konzertante Abschluss zeigt das Ergebnis der intensiven Orchesterarbeit.
… oder
Der Workshop Block
Praktische Erarbeitung der fünf Themen des Workshops an 1-2 Tagen mit konzertantem Abschluss.

Zur Entstehungsgeschichte

Die jahrelange Arbeit im Bereich zeitgenössischer Orchestermusik, die Auseinandersetzung mit den Entwicklungen moderner Kompositionssprachen und die durch das GoetheInstitut in zahlreichen Konzertreisen ermöglichte Zusammenarbeit mit außereuropäischen Kulturen haben den Komponisten Norbert Stein zur Entwicklung einer wirkungsvollen musikalischen Zeichensprache für größere Ensembles geführt.

Die Entwicklung dieser grafischen Notation führte von der Orchesterkomposition „die fünf Tage“ (Pata-Orchester/Jazzfestival Moers) über zahlreiche Begegnungen mit dem französchen Musikerkollektiv ARFI (News of Roi Ubu) zur kreativen Anwendung in der Zusammenarbeit mit Musikern in Brasilien (Pata Bahia) bis hin zu der grenzüberschreitenden Begegnung mit dem Gamelanorchester KUA ETNIKA in Indonesien (Pata Java).
Mit großem Erfolg wurde die mehrteilige, auf grafischer Notation basierende Komposition „Graffiti Suite durch die NDR Bigband realisiert und auf CD veröffentlicht. Auszüge der Partitur diese Werkes wurden im Sammelband der amerikanischen Musikologin Theresa Sauer „Notations 21“ veröffentlicht.

In den Pata Kompositionen entfaltet sich ein vom Dirigenten gesteuertes Schauspiel aus vielen wechselnden musikalischen Szenen, einprägsamen Klanggestaltungen und kunstvollen Ereignisschichtungen; es eröffnen sich Solo- und Kollektivräume für die Kunst der Improvisation und das kreative Fassen des Augenblicks in einem spannenden Ablauf eindrucksvoller Musikereignisse, bei denen das Auge fasziniert mithört.

Die Kompositionen basieren auf elementaren und ubiquitär verständlichen Musikgestaltungen und sind kulturübergreifend realisierbar. Die hochentwickelte grafische Notation jenseits des 5-Liniensystems skizziert klar und präzise die musikalischen Vorgänge, bleibt dabei jedoch offen für alle Tonsprachen, für die vielfältigen Möglichkeiten der Instrumentierung und für die Individualität der Musiker.


In der lebendigen Verbindung von Komposition und Improvisation erschaffen die Pata Kompositionen den Rahmen für eine kraftvolle, spannende und einzigartige Musik für improvisierendes Orchester: Musik des 21. Jahrhunderts.