PATA MUSIC trifft ARFI
"Die Schöne und das Biest"
PATA MUSIC renconte ARFI
« La Belle et la Bête »


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  • Als Kinder- und Familienkonzert für die Kulturabteilung Bayer erarbeitete der Kölner Komponist und Saxophonist Norbert Stein das französische Märchen "Die Schöne und das Biest".
  • Die 6 Musiker des Konzertes, das auch auf CD erscheint, kommen aus verschiedenen PATA-Formationen und der Lyoner Musikerkooperative ARFI.
  • Die Illustrationen stammen von dem Leverkusener Künstler Rolf Wetter.
  • Die Projektionen realisiert der Aachener Bild- und Videokünstler Reinhold Knieps.
  • Die Klangskulpturen schufen die Kreativgruppen der Bayer AG.
  • Die Komponisten nutzen ausschließlich Mittel und Ausdrucksmöglichkeiten zeitgenössischer Musik.
  • Das Kindermusikprogramm des WDR 3 "Papageno" begleitet dieses Projekt redaktionell.
  • Das französische Märchen "Die Schöne und das Biest" wird im deutschen Sprachraum von einem Sprecher in deutscher, im französischen von einem Sprecher in französischer Sprache erzählt.
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Künstlerische Leitung
direction artistique
Norbert Stein und Jean Mereu

 


Norbert Stein
Saxophon, Elektronik, Komposition
saxophone, électronique

Jean Mereu
Trompete, Textadaption (deutsche Übersetzung Christa Doyuran)
trompette, adaption du texte, narrateur français

Alain Gibert
Posaune, Komposition
trombone, composition

Michael Heupel
Flöten
flûtes

Christian Rollet
Schlagzeug, Percussion
batterie, percussion, sculptures sonores, percussion

Christoph Hillmann
Elektronik, Klangskulpturen, Percussion
électronique, sculptures sonores, percussion

Josef Hofmann
Erzähler, conteur

Rolf Wetter
Textillustration
illustrations des textes

Reinhold Knieps
Videoprojektion
réalisation visuelle

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Konzertbesprechung:

"Die Schöne und das Biest" als Kinderkonzert im Erholungshaus

Viel Nahrung für die Fantasie

Mucksmäuschenstill war es am Sonntag Nachmittag im Zuschauerraum des Erholungshauses. Konzentriert und gespannt lauschten Kinder dem ersten Kinderkonzert der Saison, die Jüngsten im Kindergartenalter genauso gepackt wie die Zehn- und Elfjährigen. Es war ein geglücktes Experiment, das Märchen "Die Schöne und das Biest" mit Hilfe von Klängen zu übersetzen, die sich irgendwo zwischen Jazz und Neuer Musik einordnen lassen. Rainer Ernst Ohle von der Kulturabteilung Bayer hatte die Idee und fand in Norbert Stein und seinem Ensemble für Pata Musik einen Partner.

Bald auf CD

Zwei Jahre dauerten die Vorbereitungen. Am Sonntag wurde im Erholungshaus die Uraufführung gefeiert, in dieser Woche wird eine CD aufgenommen, und am Jahresende steht die Aufführung der französischen Variante bei den beteiligten Partnern in Lyon an. Der Schott-Verlag denkt über eine Veröffentlichung von "Die Schöne und das Biest" als Hörbuch oder Schulmaterial nach.

ProjektfotoAuf der einen Seite war es diese Art von Musik, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen hinriss. Die hatte nichts Belehrendes, sondern holte alle da ab, wo sie stehen. Die Klänge, die Norbert Stein mit seinem Ensemble und französischen Musikern aus Lyon zauberten, richteten sich direkt an die Fantasie. Nichts ging über den Kopf, viel über unmittelbares Empfinden. Dass Steins Spiel die Böse verkörperte und Michael Heupel die Schöne flötete, brauchte keine Erklärung. Das ergab sich aus dem Text, den Josef Hofmann faszinierend vortrug. Zusätzlicher Reiz ging von dem ungewöhnlichen Instrumentarium auf der Bühne aus: zwischen elektronischem Gerät eine scheinbar schwebende Riesenflöte, die mit klackernden Steinen gefüllte Drehtrommel oder seltsame Klangskulpturen. Die waren eigens für diese Projekt von Paul Weigmann und Auszubildenden in den Bayer-Kreativgruppen entwickelt worden. Eine Klangprobe in der Werkstatt, bei der auch Kinder für die Musiksendung Papageno dabei waren, habe ihn bestärkt, dass er auf dem richtigen Weg war, sagt Stein zu seinem ersten Kinder-Musik-Projekt. "Sonst mache ich ja eher ganz wilde Sachen"

Illustration auf der Leinwand

Hier war auch die Zeit einkomponiert, Zeit den Klängen nachzulauschen und sich von Bildern mitnehmen zu lassen auf eine Reise über den Ozean. Entsprechen der Musik lieferten auch die Illustrationen des Leverkusener Künstlers Rolf Wetter, die auf eine Leinwand projiziert wurden, keine ganz fertigen Bilder, die nur noch konsumiert werden. Die Gesichter etwa galt es in der Fantasie auszufüllen, was die Kinder forderte und anspornte.

Monika Klein; Rheinische Post

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Pressestimmen zur CD:

"Die Schöne und das Biest", wer kennt sie nicht, die fantastische Geschichte von der grenzüberschreitenden Macht der Liebe, von der bildhübschen Kaufmannstochter, die sich in die Hässlichkeit pur verliebt. Seichte Fassungen gibt es genug, das Sujet versprach immer wieder Erfolg. Eine zauberhafte Reise für kleine und große Ohren bietet der Kölner Jazzmusiker und Komponist Norbert Stein mit seinem Ensemble Pata-Music in Kooperation mit der Lyoner Gruppe ARFI nun auch auf CD an.

Seine Feuertaufe hatte die Kombination von Improvisation, Jazz und Elektronik, von Erzählung, Musik und Bild für Bläser und Perkussion schon erfolgreich bei den Bayer-Kinder- und Familienkonzerten. Die Produktion wurde begleitet von der WDR-3-Kindermusiksendung "Papageno", wo sie schon begeisterte Zuhörer fand. Und die wird sicherlich auch die CD haben. Dichte Klangszenen setzen in Intermedien zwischen den kurzen, gut verständlichen Textpassagen die Bilder des Märchens assoziativ um.

Klangpartikel untermalen den laufenden Text, Bezugspunkte dafür sind Personen oder Naturphänomene des Geschehens. Böse Schwestern provozieren Marschfantasien, eine Fee schwebt in Flötentönen umher, das liebe Biest provoziert Klangwolken, deren Ursprung in eigens erbauten Klangskulpturen liegen. Eine Fantasieoase inmitten multimedialer Überflutung, welch ein Geschenk an die Kinder !

Marieke Rabe, Kölner Stadtanzeiger

... Die Umsetzung des Märchens geriet klangfarbig und stimmungsvoll. Dabei setzten die Musiker nicht auf das hinreichend bekannte Sujet der eingängigen Kindermelodien mit durchsichtiger Begleitung, sondern auf impressionistische und freitönerische Klangwirkungen. Sie bedienen sich zeitgenössischer Tonsprachen vom Jazz bis zur Avantgarde der Neuen Musik. Und es gibt lyrische Melodien: So lässt Michael Heupel die grazile Gestalt der "Schönen" in langen Flötenkantilenen erstehen, Jean Mereu mit langen Trompetenlinien den Zauber des Schlossgartens. Impressionistische Klangsinnlichkeit entsteht durch Christoph Hillmann und Christian Rollet, die an verschiedensten Schlagwerkinstrumenten und mit Elektronik Klangteppiche von suggestiver Farbenpracht weben. ... eine grenzüberschreitende, klangsinnliche Auseinandersetzung mit einem bald dreihundert Jahre alten Stoff für jeden mit offenen Ohren.

Robert v. Zahn, fermate